Jaelaki schaut … No Game No Life (Teil 1/2)

 

Titel: No Game No Life

Genre: Anime, Komödie, Fantasy, Abenteuer

Länge: 12 Episoden in einer Staffel


Auf der Suche nach einem Anime bin ich über No Game No Life gestolpert.
Momentan bin ich bei Folge 6 von 12. Bedeutet: Der Anime hat mich mitgerissen.

Animes, die mich nicht innerhalb der ersten beiden Folgen auf irgendeiner Ebene (Charaktere, Plot, Design) überzeugen, ziehe ich normalerweise nicht durch. Dafür gibt es einfach zu viele Animes da draußen, die noch geschaut werden wollen. ; )


Story: Bei No Game No Life geht es um die beiden Geschwister Sora und Shiro, die Gamefreaks und Genies sind. In der Realität scheitern sie jedoch als Schulabbrecher und sozial isolierte Freaks.

Als sie durch eine Göttin in einer anderen Welt landen, in der alles durch Spiele geregelt wird, scheinen sich ihre Träume zu erfüllen. Oder trügt der Schein?

Der Plot ist bisher interessant und es macht Spaß, den Weg der Geschwister zu verfolgen.


Charaktere: Besonders durch ihren verqueren Humor, ihre Fähigkeiten und das Design überzeugen die Figuren.

Für mich sind die Charaktere gewöhnlich das Herzstück einer Serie – mit ihnen kommt oder fällt mein Interesse an einer Serie.

In No Game No Life besticht jeder Charakter durch seine Eigenheiten, Makel, Macken und Talente.


Spannung/Gefühl: Der Gegensatz zwischen totaler Erfolg virtuell und Misserfolg in der realen Welt, fasziniert mich. Die Spiele sind abwechslungsreich und spannend, der Weg der Charaktere bisher amüsant und interessant.


Sonstiges: Es gibt einige sexuelle Andeutungen und Doppeldeutigkeiten, die aber meiner Meinung nach nicht übertrieben, sondern amüsant wirken.
Der Anime ist mit seinen 12 Folgen nicht übermäßig lang, sondern eher etwas für zwischendurch.

Ich bin gespannt, was die zweite Hälfte des Animes noch bietet. Und ob das Ende mich mit diesem genialen »Oh. Schon vorbei?«-Gefühl zurücklässt. : 3

 

~Jaelaki

AuthorWing | für jeden Anfang

Was ist AuthorWing?

AuthorWing ist ein Projekt, das angehende (veröffentlichte) Autoren mit bereits veröffentlichten zusammenbringt.

Es ist also eine Art Community, in der Schreiberlinge anderen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Dazu bekommt jeder sogenannte »Schützling«, also Autor mit dem Ziel zu veröffentlichen, einen »Wing« zur Unterstützung. Der »Wing« und der »Schützling« schreiben in der Regel in demselben Genre. Außerdem steht im Fokus, welche Art von Veröffentlichung der »Schützling« anstrebt, beispielsweise ob im Verlag oder im Selfpublish-Bereich.

So findet jede/r den passenden »Wing«.

 

Und warum machst du mit?

Das Schreiben ist meine Leidenschaft – und das im wahrsten Sinne. Es geht nicht ohne, aber manchmal geht es auch nicht mit.

Mein Ziel, ein Buch zu veröffentlichen schwebt in meinem Kopf, seit ich zehn oder elf Jahre alt war. Viele Jahre lang schien es wie ein Traum. Schön, aber unrealistisch. (Und immer mal wieder kommt es mir auch heutzutage noch so vor.)

Aber seit ca. 2012/13 bin ich der Überzeugung, dass die Veröffentlichung meines Buches zwar viel Arbeit, Schweiß, Nerven und einige Nächte kosten wird, aber keinesfalls so unrealistisch ist, wie gedacht.

Was hält mich also davon ab?

Oft sind es Selbstzweifel, manchmal Schreibblockaden und immer mal wieder die ganze rechtliche Seite, die gerne mal undurchschaubar wirkt.

Als ich von dem Projekt AuthorWing erfuhr, wusste ich, dass das der Tritt in den Hintern sein könnte, den ich ab und zu brauche, um mit meiner Geschichte voran zu kommen.

 

Welche Geschichte?

Beworben habe ich mich mit meiner Fantasy-Geschichte, die den Arbeitstitel »Die Panazee des Todes« trägt. Dabei handelt es sich um eine mehrbändige Geschichte rund um Len und seine Suche.

Len wächst in einem Dorf am Rande der Metropole auf und besitzt die seltsame Gabe, Tiere zu heilen sowie Pflanzen zum Sprießen zu bringen. Da er es nicht kontrollieren kann, stürzt ihn die Fähigkeit manches Mal in brisante Situationen.

Während des Attentats auf sein Zuhause und der Geiselnahme seiner Freunde, steht er dem Anführer der Eliteeinheit der Metropole gegenüber, der für den Angriff die Verantwortung trägt. Um seine Freunde zu retten, muss Len sich auf dessen Plan einlassen und bricht zu einer unfreiwilligen Reise auf.

Len begegnet Menschen mit ähnlich seltsamen Fähigkeiten und verfängt sich in einer Geschichte aus Lügen und Wahrheit, Betrug und Ehrlichkeit, Liebe und Hass. Und der Frage: »Wie viel bist du bereit, für ihn zu opfern?«

Irgendwann muss sich Len entscheiden, auf welcher Seite er steht und erkennt, dass »Gut« und »Böse« relativ sind.

 

Und was hat Seto Kaiba damit zu tun?

Seltsamerweise klingt die Stimme in meinem Kopf, wenn ich am liebsten die ganze Geschichte in den (virtuellen) Mülleimer werfen will, irgendwie nach Seto Kaiba aus Yu-Gi-Oh!, was mich wieder pusht.

Natürlich helfen am meisten aber liebe Kommentare. Das können auch Rückmeldungen zu ganz anderen Geschichten von mir sein – derzeit besonders zu »Was wir sind«. Die Unterstützung, das Interesse von Lesern und die lieben Nachrichten, die ich dazu immer wieder erhalte, motivieren mich unglaublich. Danke dafür!

 

Würdest du das Projekt empfehlen?

Wer nach einer kunterbunten und aktiven Community sucht, aktuell an einem Buch arbeitet, das veröffentlicht werden will, dann auf jeden Fall!

Weitere Infos direkt zu AuthorWing gibt es hier.

Den Podcast von Büchergefahr über meine ersten Erfahrungen zu dem Projekt gibt es hier.

 

© Jaelaki

5 Dinge | wie mein Auslandsaufenthalt meine Schreiberei beeinflusst (hat)

Nach neun Monaten Schottland bin ich seit Juni wieder in Deutschland. Meine Zeit dort ließ mich nach meiner Rückkehr nicht nur stets zuerst auf die falsche Seite schauen, wenn ich Straßen überqueren wollte – es hat auch meine Schreiberei beeinflusst.


Nummer 1 | Die Sprachen

Klar, dass Englisch in Schottland gesprochen wird, dürfte die wenigsten überraschen. Den meisten dürfte auch geläufig sein, dass dieses schottische Englisch anders klingt als das – ähm – englische Englisch. (Wer daran Interesse hat, schaut sich mal Szenen der Serie Outlander auf Englisch an.)

In einigen Teilen Schottlands wird auch heute noch Gälisch gesprochen und Beschilderungen sind dort zweisprachig.

Als Nicht-Muttersprachler im Ausland bekommt Sprache eine neue Dimension. Mein Englisch ist – ohne abzuheben – sehr gut. Trotzdem wird man als Nicht-Muttersprachler in einigen Situationen entlarvt: seien es Sprichwörter, Dialekte oder Akzente.

Was bedeutet es, wenn ich als Fremder durch Sprache erkannt werde?

Wie wichtig ist Sprache? Wie wichtig ist sie für das Gefühl, zu Hause zu sein?

Diese Erfahrungen fließen auch in meine aktuellen Geschichten ein. Besonders bei »Die Panazee des Todes« plane ich, in einigen Situationen auch die Sprache der jeweiligen Figuren, Gruppen und sozialen Schichten ins Zentrum zu stellen.

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Nummer 2 | Das Studium

Ja, es war nicht nur Urlaub und Fun. Ich habe dort – entgegen des ERASMUS-Klischees – tatsächlich studiert. Besonders zwei Seminare haben nachhaltigen Einfluss auf meine Schreiberei: Das eine hieß Communities in America, das andere handelte von der schottischen Geschichte.

Bei ersterem stellte das Konzept Essen die Bedeutung davon für Gemeinschaften in ein neues Licht. Nahrung ist eben nicht nur Nahrung. Wie, was, wo, mit wem gegessen wird, sieht in verschiedenen Kulturen, Gruppen und Zeiten völlig unterschiedlich aus. Und meistens kann viel über eine Gesellschaft über deren Traditionen bezüglich der Nahrungsaufnahme herausgefunden werden.

Was läge also näher, als auch das in Geschichten einfließen zu lassen?

Die schottische Geschichte bietet viel Stoff für Zoff, Unabhängigkeit und Abhängigkeit, politisch, wirtschaftlich und religiös. Besonders die Zeit um 1707, die Zeit, in der Schottland und England auf Grundlage des Act of Union vereinigt wurden, beeinflusste einige Familienhintergründe in meinen Stories.

Nummer 3 | Die Highlands

Magisch. Während ich dort am Ufer saß, rechnete ich fest damit, einen Drachen über die Wipfel der Berge gleiten zu sehen. Oder ein Einhorn zwischen den Bäumen zu erblicken.

Nicht umsonst befinden sich Drehorte zu verschiedenen Harry Potter Filmen in den schottischen Highlands.

Nicht nur die Landschaft lädt zum Träumen ein, auch die Atmosphäre – so still und abgelegen – begleitete mich oft bis auf meine (virtuellen) Papiere.

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Nummer 4 | Die Reiselust

Ich konnte es kaum erwarten, nach Schottland zu gehen.

Schon seit meinem ersten Semester ging ich in Informationsveranstaltungen, obwohl ich wusste, dass ich noch nicht ins Ausland gehen würde. Okay, mein Zielland hat sich zwischenzeitlich verändert. Aber das Gefühl, aufzubrechen, die Welt zu erkunden und eine fremde Sprache zu sprechen, all das war kurz vor meinem Aufbruch so wie in diesem ersten Moment, als ich das Info-Blatt über die verschiedenen Partnerländer des ERASMUS-Programms in den Händen gehalten hatte.

Dieses Fernweh, das Gefühl, das einen wegzieht, hinaus in die Welt. Diese Reiselust packt mich immer wieder – immer noch, auch nach meinem Aufenthalt. Und das ist gut so, finde ich. Denn nur wer losgeht, kommt an und nur wer reist, entdeckt auch sein Zuhause neu, wie ich denke.

Auch in »Die Panazee des Todes«, meinem Fantasy-Roman, geht der Protagonist auf eine (unfreiwillige) Reise. Neben dem Hauptproblem, nämlich der Verhaftung nahestehender Personen, treibt ihn eine Sehnsucht nach mehr, nach der Welt, nach Antworten – aber gleichzeitig fürchtet er sich davor. Es ist oft einfacher nur von großen Abenteuern zu träumen, statt den Schritt in die weite Welt zu wagen.

Diese Gefühle, der Unterschied zwischen Planung und Realität sowie Erwartungen, Enttäuschungen und Freude haben also nicht nur in meinem Auslandsjahr eine Rolle gespielt.

Nummer 5 | Identität und Zuhause

Während ich in Schottland wohnte, lebte und studierte, lernte ich auch das Gefühl, das einen nach Hause zieht, neu kennen.

Aber was ist, wenn es dieses Zuhause, nach dem man sich sehnt, nicht mehr gibt?

Ich dachte und denke viel über meine Charaktere nach. Besonders dieses »Wo ist man zu Hause? Und wann? Und was, wenn man nicht mehr zurückkann?« beschäftigte mich sehr in Schottland.

In beiden Geschichten, an denen ich aktuell arbeite, geht es auch um diese Thematik.

In »Die Panazee des Todes« wird das Zuhause des Protagonisten zerstört. Aber erst nach und nach wird er sich über die Auswüchse bewusst. Was ist überhaupt ein Zuhause? Ist das nur ein Ort? Sind es die Personen an einem Ort? Oder können auch nur Personen ein Zuhause sein?

In »Was wir sind«, einer Geschichte über Freundschaft, Liebe und Familie, sehnt sich der Protagonist nach einem Zuhause, das es nicht (mehr) gibt: nämlich seiner glücklich vereinten Familie. Dazu muss er sich mit der Zukunft herumplagen, denn er steht vor dem Schulabschluss. Während seine Freunde schon Pläne haben, bröckelt dazu sein Weltbild, denn das arrogante Klassenass, das bereits seine eigene Firma leitet, ist und bleibt zwar ein arroganter Arsch, aber ansonsten ist vieles ganz anders, als er bisher wahrgenommen hatte.

Wer bin ich? Was glauben andere, wer ich bin und was denke ich selbst? Und was ist, wenn ich nicht mehr derjenige bin, der ich einmal war?

Macht mich mein Zuhause zu dem, der ich bin? Und was, wenn ich es verliere? Was bleibt?


Seit Anfang Juni bin ich wieder zu Hause. Obwohl sich in meiner Abwesenheit einiges verändert hat, fühle ich mich angekommen. Vieles ist (noch) in Bewegung. Umzüge stehen an, neue Herausforderungen und die Frage, wohin es mich auf lange Sicht hin verschlägt.

Aber wie auch bei meinen Protagonisten kratze ich meinen Mut zusammen und meine Hoffnungen und sehe dem gespannt entgegen.

Liebster Award | 11 (geheime) Antworten

Fragen von Fremden beantworten, damit das anonyme Internet mehr über mich weiß?

Als (Hobby)Autorin und (Teilzeit)Bloggerin muss ich da ja grinsend bejahen, oder? ; )

Ich wurde von Introspektivblog nominiert und bedanke mich mit einem Knicks an dieser Stelle für die Ehre. (Hier der unaufdringliche Hinweis: Schaut bei ihm vorbei! Er schreibt Kurzgeschichten und Gedichte!) ; )

Kommen wir also zu den (nicht mehr lange) geheimen Antworten auf die elf Fragen …

 


  1. Die Fußgängerampel ist rot, aber auf der weiten, übersichtlichen Straße ist links und rechts kein Fahrzeug zu hören oder zu sehen – was hält dich davon ab, über die rote Ampel zu gehen?

 

Das Kind gegenüber, das sich an mir orientieren könnte. Ansonsten kommt es darauf an, in welchem Land und an welcher Ecke die Ampel steht …


  1. Warum bloggst du?

 

Mein Blog ist eine Sammlung an einigen meiner Geschichten, Gedanken und Gedichten. Angefangen hatte ich, weil einige meiner Leser kein Facebook und/oder Twitter benutzen, wo ich mit am stärksten vertreten bin. Meine Geschichten veröffentliche ich in verschiedenen Onlineforen – mein Blog dient mir als Knotenpunkt.


  1. Was glaubst du, welche Werte dir wichtiger sind, als den meisten deiner Mitmenschen?

 

Unabhängigkeit und Freiheit/Stille. Beides brauche ich zum Schreiben.


  1. Was schätzt du am Internet am meisten?

 

Schneller Zugang zu Informationen und die Vernetzung mit Gleichgesinnten ist genial.


 

  1. Bist du eher ein Herz- oder ein Kopfmensch?

 

Im Alltag eher ein Kopfmensch. Bei den »großen« Entscheidungen aber ein Herzmensch.


  1. Was löst bei dir enormen Stress aus und wie gehst du damit um?

 

Streit mit Menschen, die mir wichtig sind. Am besten aufeinander zugehen und offen miteinander reden; leider ist das nicht immer möglich.


  1. Was bedeutet der Begriff „Normalität“ für dich?

 

Eine Mischung aus Langeweile und Intoleranz. Ein bisschen Verrücktheit tut gut. ; )


  1. Welche Musik hörst du?

 

Alternativ würde ich behaupten. Ich mag rockige Lieder, aber genauso Musicals und J-Pop/Rock. Zum Träumen und Schreiben am liebsten traurige/ruhige Songs. Meine Musiksammlung ist eine wilde Mischung aus Disneyliedern, Power Metal und Anime-Songs. ; -D


  1. Welche sind deine drei Lieblingsfilme?

 

Herr der Ringe, König der Löwen und Harry Potter.


  1. Was glaubst du, braucht unsere Gesellschaft (metaphorisch) mehr: Hirten oder Lehrer?

 

Ääääähm. Liebe? ; -D

Okay, Lehrer. Jemand der andere dazu bringt, selbst kritisch zu denken und aktiv zu werden.


  1. Glaubst du, du wärst klug?

 

Wer glaubt, dass er glaubt, der glaubt nur, dass er glaubt?

Klar, bin ich klug. Und manchmal blöd. Meistens eine Mischung aus beidem. ; )


~Jaelaki

 

 

 

MEINE 11 FRAGEN

  1. Wenn du kein Mensch wärst, wärst du …?
  2. Warum bloggst du?
  3. Wenn du nur noch eine Sache in deinem Leben erreichen könntest, was wäre das?
  4. Was schätzt du an Deutschland am meisten?
  5. Wenn du durch die Zeit reisen könntest, wo würdest du landen?
  6. Schreibst du oder liest du lieber?
  7. Was bedeutet der Begriff „Freundschaft“ für dich?
  8. Welche Bücher liest du am liebsten?
  9. Wenn du eine Sache in deinem Leben verändern könntest, was würdest du tun?
  10. Wenn du eine Superkraft haben könntest, welche wäre das?
  11. Glaubst du an Gott?

 

NOMINIERT

Lady Sonea

Kunst trifft Poesie

Vera Reinhard

Otterfly schreibt

(Die Reihenfolge ist willkürlich.)

Viel Spaß bei den Fragen! ; )

REGELN

  1. Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in deinem Artikel.
  2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, gestellt hat.
  3. Nominiere 2 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award.
  4. 
Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  5. Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.
  6. Das Beitragsbild kannst du optional in deinen Beitrag einfügen.
  7. Schreibe diese Regeln in deinen Liebster-Award-Blog-Artikel.

Gedanken zu Kapitel 50: Was wir sind

Ich sitze derzeit an Kapitel 50.
Ja, fünfzig!
Die Geschichte kam als kleine Adventskalender-Challenge zur Welt und sollte ursprünglich »nur« 24 Kapitel haben. Aber ich schrieb immer weiter.
Was wir sind ist meine »Nebenher«-Story. Die Geschichte, die ich ohne Zwang, ohne große Erwartungen, als Ausgleich zu meinen »großen« Projekten schreibe.
Viele Leser, die mir noch immer Rückmeldungen zu den Kapiteln geben, sind schon von Anfang an dabei – das heißt, seit 2013!
Aber es gibt auch so viele, die später eingestiegen sind – teilweise 20, 40 Kapitel in wenigen Tagen (und Nächten) gelesen haben.
Dazu habe ich so liebe, so überwältigende Kommentare und Nachrichten bekommen.
Ich danke euch!
Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn ihr mir schreibt, dass euch meine Geschichte nicht nur auf dem Bildschirm, sondern auch im Alltag begleitet.
Dass ihr mit den Charakteren lacht – und sogar weint!
Ich wertschätze jeden Leser – auch die stillen – und freue mich auf die nächsten Kapitel mit euch!
Nein, es werden keine weiteren fünfzig (wer aufgepasst hat, weiß, wie viele noch geplant sind), aber ich danke euch für eure Treue und euer Interesse!
Und wie könnte ich meinen Dank besser ausdrücken als mit einem Teaser zu eben diesem Kapitel 50? ; )
~Jaelaki

Kaiba saß in seinem Büro. Anders als sonst in der KC gab es hier niemanden, der hinterm Rücken tuschelte. Es waren nur er und ich.
Als ich eintrat, betrachtete er mich argwöhnisch.
»Seit wann klopfst du?«, fragte er statt einer Begrüßung und der Moment war gebrochen.
Ich zuckte die Achseln, schlenderte durch sein Büro, um mich vor ihn an den Schreibtisch zu lehnen.
»Beweg deinen Arsch«, erwiderte ich mit einem Grinsen, »wir erobern die Stadt!«

Er zog die Augenbrauen hoch, betrachtete meine Faust, die ich in die Luft streckte, lehnte sich zurück, als ob er abwöge, mich sofort oder erst später einweisen zu lassen.

»Wheeler, dafür müsste ich nicht einmal diesen Raum verlassen«, entgegnete er trocken und tippte etwas auf seinem Laptop.

»Genau das ist dein Problem«, murrte ich und verdrehte die Augen.

Nicht, dass es sein einziges Problem gewesen wäre.

»Ich hab Hunger«, maulte ich nach einigen Augenblicken, in denen nur das Klicken der Tastatur den Raum erfüllte – und seine Gegenwart. Wenn Kaiba irgendwo war, dann füllte sich der Raum.

»Und das ist dein Problem«, erwiderte er ohne ein Zögern.

Ich spielte mit einem Kugelschreiber, auf dem auf weißem Grund ein blaues KC

»Und du hast eh deine Termine abgesagt«, bemerkte ich und sah, wie er erstarrte.

»Woher –«

»Los jetzt oder wovor hast du Angst?«

(Auszug aus Kapitel 50)

© Jaelaki

Erinnerung | Kapitel 1

Frühling, 2008

»Juli? Hey, Julian!«

Draußen schien die Sonne und sie saßen trotzdem in dem kleinen Laden, wo Staub in den Strahlen tanzte. An den Wänden standen Regale, die sich unter den Gewichten von Spielkartons, Figuren und Mangas bogen. Neben dem Verkaufstresen hockten sie an einem wackeligen Tisch. Das Radio dudelte vor sich hin und erfüllte den Raum mit Popmusik, die dann den Nachrichten wich.

Johanna wedelte mit ihren Spielkarten auf der Hand vor dem Gesicht ihres Gegenübers herum und verzog ihre Schnute zu einem Grinsen.

»Hör auf zu träumen oder ich feg dich weg, Alter! Du bist dran!«

Der Junge blinzelte und fuhr sich durch sein blaues Haar, das ihm sofort wieder in die Augen fiel.

»Warte. Hör mal«, murmelte er, während er das Radio anstarrte und dann die Nachrichtensprecherin lauter drehte.

»– dementierte die Kaiser Corporation, Maximilian Kaiser hätte einen Abschiedsbrief hinterlassen. Es heißt, er werde seit gestern Abend vermisst. Silas Kaiser stand für keinen Kommentar zur Verfügung. Die Polizei schließt eine Entführung nicht aus.«

»Oh«, machte Johanna und atmete zwischen den Zähnen aus. Erst jetzt bemerkte sie, dass sie die Luft angehalten hatte, während sie der Meldung lauschte. Weiterlesen

Fazit | Cold Turkey

Es wurden nicht ganz sieben Tage. Denn was ich bei der kostenlosen Version vermisse, ist die Möglichkeit, die Websites für einen bestimmten Zeitraum (á la 17 bis 21 Uhr) einzustellen. Bei der freien Version sind nur komplette Tage möglich – und das überlegt man sich dann dreimal, wenn man seine erwartete Email von der Uni oder die Korrespondenz von der im Ausland lebenden Familie verpasst.

Natürlich alles halb so schlimm – denn nach den eingestellten Tagen ist alles wieder verfügbar.

Für meine Schreibzeit hat es sich in der Version jedoch nicht bewährt.

In der Zeit, in der ich mir überlegte, ob ich es wirklich tun soll, hätte ich wahrscheinlich lieber geschrieben. ; -D

Generell ist es aber ein nützliches Tool – vor allem, wenn man einfach mal ein paar Tage ohne »unsoziale« soziale Netzwerke braucht und stattdessen den Sommer im Freien und mit Freunden/beim Schreiben/während man singend durch den Garten tanzt, verbringen möchte. ; )

~Jaelaki

Wieder 24 Stunden mit | Cold Turkey Tag 2

Tag 2. Versaut. Eigentlich müsste ich es Cold Turkey Tag 0 nennen. Tag der elenden Schwäche. Stunden der Niederlage. Tag der – ich hebe meine Hand und das Teufelchen auf meiner linken Schulter verstummt mit einem Augenrollen.

Cold Turkey nicht eingeschaltet. Jeder Klick auf Twitter und Facebook beschert mir eine diebische Freude, einfach, weil ich es kann.

Das Engelchen auf meiner rechten Schulter klopft mir ermutigend auf den Rücken, was ziemlich amüsant aussieht.

Das Teufelchen lehnt sich zurück und zählt genüsslich auf: kaum geschrieben, viel darüber nachgedacht zu schreiben, um dann hauptsächlich Serien zu schauen, zu chatten und noch mehr Pläne zu schmieden, zu schreiben.

Das Engelchen nickt und erwidert: »Manchmal muss auch das sein. Ein Durchhänger ist keine Katastrophe.«

Mein Teufelchen widerspricht, schnipst und hält eine Liste hoch mit all meinen Projekten und Zielen und Wünschen. Sein Sarkasmus tropft zwischen jeden einzelnen Punkt.

»Weniger Planung tut manchmal gut. Manchmal muss man es einfach tun«, knallt er mir an den Kopf.

Mein Engel auf der rechten Schulter seufzt und behauptet: »Ein bisschen mehr Selbstdisziplin und du könntest deine Ziele in absehbarer Zeit erreichen!«

Ich fühle mich gleichzeitig geschmeichelt und beschimpft. Das hat mein Engelchen eben drauf.

»Offensichtlich verhält sich deine Selbstdisziplin antiproportional zu deinem Alter«, fährt mein Teufelchen auf der linken Schulter fort und grinst bei meiner Grimasse. Er mag diese subtilen Beleidigungen.

Ich zucke die Achseln. Es hilft ja doch nichts.

Beide nicken zufrieden, als ich Cold Turkey für den nächsten Tag wieder einschalte.

Ich weiß nicht, ob mich ihr Übereinkommen beruhigt.

 

~Jaelaki