AuthorWing | für jeden Anfang

Was ist AuthorWing?

AuthorWing ist ein Projekt, das angehende (veröffentlichte) Autoren mit bereits veröffentlichten zusammenbringt.

Es ist also eine Art Community, in der Schreiberlinge anderen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Dazu bekommt jeder sogenannte »Schützling«, also Autor mit dem Ziel zu veröffentlichen, einen »Wing« zur Unterstützung. Der »Wing« und der »Schützling« schreiben in der Regel in demselben Genre. Außerdem steht im Fokus, welche Art von Veröffentlichung der »Schützling« anstrebt, beispielsweise ob im Verlag oder im Selfpublish-Bereich.

So findet jede/r den passenden »Wing«.

 

Und warum machst du mit?

Das Schreiben ist meine Leidenschaft – und das im wahrsten Sinne. Es geht nicht ohne, aber manchmal geht es auch nicht mit.

Mein Ziel, ein Buch zu veröffentlichen schwebt in meinem Kopf, seit ich zehn oder elf Jahre alt war. Viele Jahre lang schien es wie ein Traum. Schön, aber unrealistisch. (Und immer mal wieder kommt es mir auch heutzutage noch so vor.)

Aber seit ca. 2012/13 bin ich der Überzeugung, dass die Veröffentlichung meines Buches zwar viel Arbeit, Schweiß, Nerven und einige Nächte kosten wird, aber keinesfalls so unrealistisch ist, wie gedacht.

Was hält mich also davon ab?

Oft sind es Selbstzweifel, manchmal Schreibblockaden und immer mal wieder die ganze rechtliche Seite, die gerne mal undurchschaubar wirkt.

Als ich von dem Projekt AuthorWing erfuhr, wusste ich, dass das der Tritt in den Hintern sein könnte, den ich ab und zu brauche, um mit meiner Geschichte voran zu kommen.

 

Welche Geschichte?

Beworben habe ich mich mit meiner Fantasy-Geschichte, die den Arbeitstitel »Die Panazee des Todes« trägt. Dabei handelt es sich um eine mehrbändige Geschichte rund um Len und seine Suche.

Len wächst in einem Dorf am Rande der Metropole auf und besitzt die seltsame Gabe, Tiere zu heilen sowie Pflanzen zum Sprießen zu bringen. Da er es nicht kontrollieren kann, stürzt ihn die Fähigkeit manches Mal in brisante Situationen.

Während des Attentats auf sein Zuhause und der Geiselnahme seiner Freunde, steht er dem Anführer der Eliteeinheit der Metropole gegenüber, der für den Angriff die Verantwortung trägt. Um seine Freunde zu retten, muss Len sich auf dessen Plan einlassen und bricht zu einer unfreiwilligen Reise auf.

Len begegnet Menschen mit ähnlich seltsamen Fähigkeiten und verfängt sich in einer Geschichte aus Lügen und Wahrheit, Betrug und Ehrlichkeit, Liebe und Hass. Und der Frage: »Wie viel bist du bereit, für ihn zu opfern?«

Irgendwann muss sich Len entscheiden, auf welcher Seite er steht und erkennt, dass »Gut« und »Böse« relativ sind.

 

Und was hat Seto Kaiba damit zu tun?

Seltsamerweise klingt die Stimme in meinem Kopf, wenn ich am liebsten die ganze Geschichte in den (virtuellen) Mülleimer werfen will, irgendwie nach Seto Kaiba aus Yu-Gi-Oh!, was mich wieder pusht.

Natürlich helfen am meisten aber liebe Kommentare. Das können auch Rückmeldungen zu ganz anderen Geschichten von mir sein – derzeit besonders zu »Was wir sind«. Die Unterstützung, das Interesse von Lesern und die lieben Nachrichten, die ich dazu immer wieder erhalte, motivieren mich unglaublich. Danke dafür!

 

Würdest du das Projekt empfehlen?

Wer nach einer kunterbunten und aktiven Community sucht, aktuell an einem Buch arbeitet, das veröffentlicht werden will, dann auf jeden Fall!

Weitere Infos direkt zu AuthorWing gibt es hier.

Den Podcast von Büchergefahr über meine ersten Erfahrungen zu dem Projekt gibt es hier.

 

© Jaelaki

5 Dinge | wie mein Auslandsaufenthalt meine Schreiberei beeinflusst (hat)

Nach neun Monaten Schottland bin ich seit Juni wieder in Deutschland. Meine Zeit dort ließ mich nach meiner Rückkehr nicht nur stets zuerst auf die falsche Seite schauen, wenn ich Straßen überqueren wollte – es hat auch meine Schreiberei beeinflusst.


Nummer 1 | Die Sprachen

Klar, dass Englisch in Schottland gesprochen wird, dürfte die wenigsten überraschen. Den meisten dürfte auch geläufig sein, dass dieses schottische Englisch anders klingt als das – ähm – englische Englisch. (Wer daran Interesse hat, schaut sich mal Szenen der Serie Outlander auf Englisch an.)

In einigen Teilen Schottlands wird auch heute noch Gälisch gesprochen und Beschilderungen sind dort zweisprachig.

Als Nicht-Muttersprachler im Ausland bekommt Sprache eine neue Dimension. Mein Englisch ist – ohne abzuheben – sehr gut. Trotzdem wird man als Nicht-Muttersprachler in einigen Situationen entlarvt: seien es Sprichwörter, Dialekte oder Akzente.

Was bedeutet es, wenn ich als Fremder durch Sprache erkannt werde?

Wie wichtig ist Sprache? Wie wichtig ist sie für das Gefühl, zu Hause zu sein?

Diese Erfahrungen fließen auch in meine aktuellen Geschichten ein. Besonders bei »Die Panazee des Todes« plane ich, in einigen Situationen auch die Sprache der jeweiligen Figuren, Gruppen und sozialen Schichten ins Zentrum zu stellen.

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Nummer 2 | Das Studium

Ja, es war nicht nur Urlaub und Fun. Ich habe dort – entgegen des ERASMUS-Klischees – tatsächlich studiert. Besonders zwei Seminare haben nachhaltigen Einfluss auf meine Schreiberei: Das eine hieß Communities in America, das andere handelte von der schottischen Geschichte.

Bei ersterem stellte das Konzept Essen die Bedeutung davon für Gemeinschaften in ein neues Licht. Nahrung ist eben nicht nur Nahrung. Wie, was, wo, mit wem gegessen wird, sieht in verschiedenen Kulturen, Gruppen und Zeiten völlig unterschiedlich aus. Und meistens kann viel über eine Gesellschaft über deren Traditionen bezüglich der Nahrungsaufnahme herausgefunden werden.

Was läge also näher, als auch das in Geschichten einfließen zu lassen?

Die schottische Geschichte bietet viel Stoff für Zoff, Unabhängigkeit und Abhängigkeit, politisch, wirtschaftlich und religiös. Besonders die Zeit um 1707, die Zeit, in der Schottland und England auf Grundlage des Act of Union vereinigt wurden, beeinflusste einige Familienhintergründe in meinen Stories.

Nummer 3 | Die Highlands

Magisch. Während ich dort am Ufer saß, rechnete ich fest damit, einen Drachen über die Wipfel der Berge gleiten zu sehen. Oder ein Einhorn zwischen den Bäumen zu erblicken.

Nicht umsonst befinden sich Drehorte zu verschiedenen Harry Potter Filmen in den schottischen Highlands.

Nicht nur die Landschaft lädt zum Träumen ein, auch die Atmosphäre – so still und abgelegen – begleitete mich oft bis auf meine (virtuellen) Papiere.

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Nummer 4 | Die Reiselust

Ich konnte es kaum erwarten, nach Schottland zu gehen.

Schon seit meinem ersten Semester ging ich in Informationsveranstaltungen, obwohl ich wusste, dass ich noch nicht ins Ausland gehen würde. Okay, mein Zielland hat sich zwischenzeitlich verändert. Aber das Gefühl, aufzubrechen, die Welt zu erkunden und eine fremde Sprache zu sprechen, all das war kurz vor meinem Aufbruch so wie in diesem ersten Moment, als ich das Info-Blatt über die verschiedenen Partnerländer des ERASMUS-Programms in den Händen gehalten hatte.

Dieses Fernweh, das Gefühl, das einen wegzieht, hinaus in die Welt. Diese Reiselust packt mich immer wieder – immer noch, auch nach meinem Aufenthalt. Und das ist gut so, finde ich. Denn nur wer losgeht, kommt an und nur wer reist, entdeckt auch sein Zuhause neu, wie ich denke.

Auch in »Die Panazee des Todes«, meinem Fantasy-Roman, geht der Protagonist auf eine (unfreiwillige) Reise. Neben dem Hauptproblem, nämlich der Verhaftung nahestehender Personen, treibt ihn eine Sehnsucht nach mehr, nach der Welt, nach Antworten – aber gleichzeitig fürchtet er sich davor. Es ist oft einfacher nur von großen Abenteuern zu träumen, statt den Schritt in die weite Welt zu wagen.

Diese Gefühle, der Unterschied zwischen Planung und Realität sowie Erwartungen, Enttäuschungen und Freude haben also nicht nur in meinem Auslandsjahr eine Rolle gespielt.

Nummer 5 | Identität und Zuhause

Während ich in Schottland wohnte, lebte und studierte, lernte ich auch das Gefühl, das einen nach Hause zieht, neu kennen.

Aber was ist, wenn es dieses Zuhause, nach dem man sich sehnt, nicht mehr gibt?

Ich dachte und denke viel über meine Charaktere nach. Besonders dieses »Wo ist man zu Hause? Und wann? Und was, wenn man nicht mehr zurückkann?« beschäftigte mich sehr in Schottland.

In beiden Geschichten, an denen ich aktuell arbeite, geht es auch um diese Thematik.

In »Die Panazee des Todes« wird das Zuhause des Protagonisten zerstört. Aber erst nach und nach wird er sich über die Auswüchse bewusst. Was ist überhaupt ein Zuhause? Ist das nur ein Ort? Sind es die Personen an einem Ort? Oder können auch nur Personen ein Zuhause sein?

In »Was wir sind«, einer Geschichte über Freundschaft, Liebe und Familie, sehnt sich der Protagonist nach einem Zuhause, das es nicht (mehr) gibt: nämlich seiner glücklich vereinten Familie. Dazu muss er sich mit der Zukunft herumplagen, denn er steht vor dem Schulabschluss. Während seine Freunde schon Pläne haben, bröckelt dazu sein Weltbild, denn das arrogante Klassenass, das bereits seine eigene Firma leitet, ist und bleibt zwar ein arroganter Arsch, aber ansonsten ist vieles ganz anders, als er bisher wahrgenommen hatte.

Wer bin ich? Was glauben andere, wer ich bin und was denke ich selbst? Und was ist, wenn ich nicht mehr derjenige bin, der ich einmal war?

Macht mich mein Zuhause zu dem, der ich bin? Und was, wenn ich es verliere? Was bleibt?


Seit Anfang Juni bin ich wieder zu Hause. Obwohl sich in meiner Abwesenheit einiges verändert hat, fühle ich mich angekommen. Vieles ist (noch) in Bewegung. Umzüge stehen an, neue Herausforderungen und die Frage, wohin es mich auf lange Sicht hin verschlägt.

Aber wie auch bei meinen Protagonisten kratze ich meinen Mut zusammen und meine Hoffnungen und sehe dem gespannt entgegen.

Fazit | Cold Turkey

Es wurden nicht ganz sieben Tage. Denn was ich bei der kostenlosen Version vermisse, ist die Möglichkeit, die Websites für einen bestimmten Zeitraum (á la 17 bis 21 Uhr) einzustellen. Bei der freien Version sind nur komplette Tage möglich – und das überlegt man sich dann dreimal, wenn man seine erwartete Email von der Uni oder die Korrespondenz von der im Ausland lebenden Familie verpasst.

Natürlich alles halb so schlimm – denn nach den eingestellten Tagen ist alles wieder verfügbar.

Für meine Schreibzeit hat es sich in der Version jedoch nicht bewährt.

In der Zeit, in der ich mir überlegte, ob ich es wirklich tun soll, hätte ich wahrscheinlich lieber geschrieben. ; -D

Generell ist es aber ein nützliches Tool – vor allem, wenn man einfach mal ein paar Tage ohne »unsoziale« soziale Netzwerke braucht und stattdessen den Sommer im Freien und mit Freunden/beim Schreiben/während man singend durch den Garten tanzt, verbringen möchte. ; )

~Jaelaki

Wieder 24 Stunden mit | Cold Turkey Tag 2

Tag 2. Versaut. Eigentlich müsste ich es Cold Turkey Tag 0 nennen. Tag der elenden Schwäche. Stunden der Niederlage. Tag der – ich hebe meine Hand und das Teufelchen auf meiner linken Schulter verstummt mit einem Augenrollen.

Cold Turkey nicht eingeschaltet. Jeder Klick auf Twitter und Facebook beschert mir eine diebische Freude, einfach, weil ich es kann.

Das Engelchen auf meiner rechten Schulter klopft mir ermutigend auf den Rücken, was ziemlich amüsant aussieht.

Das Teufelchen lehnt sich zurück und zählt genüsslich auf: kaum geschrieben, viel darüber nachgedacht zu schreiben, um dann hauptsächlich Serien zu schauen, zu chatten und noch mehr Pläne zu schmieden, zu schreiben.

Das Engelchen nickt und erwidert: »Manchmal muss auch das sein. Ein Durchhänger ist keine Katastrophe.«

Mein Teufelchen widerspricht, schnipst und hält eine Liste hoch mit all meinen Projekten und Zielen und Wünschen. Sein Sarkasmus tropft zwischen jeden einzelnen Punkt.

»Weniger Planung tut manchmal gut. Manchmal muss man es einfach tun«, knallt er mir an den Kopf.

Mein Engel auf der rechten Schulter seufzt und behauptet: »Ein bisschen mehr Selbstdisziplin und du könntest deine Ziele in absehbarer Zeit erreichen!«

Ich fühle mich gleichzeitig geschmeichelt und beschimpft. Das hat mein Engelchen eben drauf.

»Offensichtlich verhält sich deine Selbstdisziplin antiproportional zu deinem Alter«, fährt mein Teufelchen auf der linken Schulter fort und grinst bei meiner Grimasse. Er mag diese subtilen Beleidigungen.

Ich zucke die Achseln. Es hilft ja doch nichts.

Beide nicken zufrieden, als ich Cold Turkey für den nächsten Tag wieder einschalte.

Ich weiß nicht, ob mich ihr Übereinkommen beruhigt.

 

~Jaelaki

Fast 24 Stunden ohne | Cold Turkey Tag 1

Kennt ihr das?

Ihr wollt schreiben, ihr könnt schreiben, aber davor müsstet ihr noch schnell

  • eure Emails checken
  • auf Facebook vorbeischauen
  • auf Twitter diesen superlustigen Spruch loswerden
  • ein bisschen auf YouTube surfen (natürlich wolltet ihr nur Musik einschalten, das war der ursprüngliche Plan; nach einer halben Stunde Buzzfeed und einer weiteren Viertelstunde Katzenvideos, rollt ihr mit den Augen.)

Es ist superleicht, sich abzulenken und aus fünf Minuten Recherche wird eine 45-minütige Dokumentation über Architektur des Mittelalters.

Ich kenne das.

Also suche ich nach einer Möglichkeit, die Websites abzuschalten, die mich besonders dazu verführen, auf Abwegen zu surfen. Natürlich nur temporär.

Ich stoße auf Cold Turkey. Weiterlesen

Und dann beginne ich (einfach) meinen Roman | Die Panazee des Todes

Heute beginne ich mein Buch.
Und ziehe es durch!
Keine Ausreden, keine Selbstzweifel, einfach den ersten Entwurf »runterschreiben«.
Ich grinse.

Sitze vor dem Laptop. Das Dokument geöffnet. Draußen scheint die Sonne, der erste Tag, an dem es mir mit Jacke zu warm wurde. Frühling.
Ich starre auf die weiße Fläche, schalte zu Prolog Zwei, lese Anfang Drei nochmals, irgendetwas fehlt. Wie immer.

Schaue auf die Uhr und merke, dass ich schon seit einer dreiviertel Stunde auf YouTube surfe.

Nochmal auf Anfang.
»Wie beginnt man einen Roman?«
Schaue meine Anfänge an und schlage innerlich mit dem Kopf gegen die Wand.
Also google ich.

Das Ergebnis ist verblüffend simple: Man muss einfach nur spannend, mitreißend, nicht zu lang, nicht zu kurz, geheimnisvoll, aber verständlich schreiben, nicht zu viel verraten und keinesfalls einfach nur erzählen, sondern zeigen.
Der Beginn eines Buches eben.

Ich krempele meine Ärmel hoch.

– Fortsetzung folgt –

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Eine ganz normale Doppelseite in meinem Notizbuch zur »Panazee des Todes«.

Wo wohnt die Inspiration? | Und warum fährt sie schwarz?

Inspiration ist ein Pfeil, der trifft, ohne zu wissen, warum.

© Ernst Huber 

Manchmal sprudelt ein Kopf nur so über vor lauter Ideen und Gedanken. Ein Werk nach dem anderen wird begonnen, manche sogar beendet. Seitenweise werden Gedanken verschriftlicht. Ideen manifestieren sich als mehr oder weniger gelungene Geschichten.Aber wie kommt die Inspiration in unsere Köpfe? Und wo hängt sie herum, wenn sie nicht dort steckt?

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