Vom Bildschirm in die Tasche

Wie meine Fanfiction zum Buch wird

 

Das hier ist kein Ratgeber.

Was braucht man, um ein Buch zu veröffentlichen?

Keine Ahnung.

Ich schreibe ein Buch. Schon seit ich denken kann. Ich habe es schon so oft angefangen, dass ich nicht mehr mitzähle, wie viele verschiedene Anfänge existieren (von meinem Schreiber-Ich in einem Altersbereich, der sich von elf bis dreiundzwanzig erstreckt). Meine Ideen quellen über, genauso meine Selbstzweifel.

Ich schreibe Fanfictions. Schon seitdem ich zehn (?) Jahre alt bin und bevor ich überhaupt wusste, wie man das nennt, was ich da mache. Anders als bei meinem imaginären Buch beende ich 98 % meiner Fanfictions.

Irgendwann stolpere ich über den Gedanken, eine meiner Fanfictions zu einem Buch herauszuarbeiten. Es fließen so viel Zeit, Gedanken, Ideen dort hinein und es gibt tatsächlich Leser, die das lesen. Ich schreibe weiter an meinem imaginären Buch und verwerfe einmal wieder einen Anfang, genauso wie ich den Gedanken verwerfe, meine Fanfictions zu überarbeiten und zu einer eigenständigen Geschichte zu entwickeln.

Wer würde das schon lesen?

Ich organisiere gerne im Voraus, schreibe Zeitpläne, streiche Termine durch, wenn sie sich verschieben und hake sie ab, sobald ich sie erledigt habe. Ich besitze kistenweise Notizhefte und -blöcke mit selbsterdachten Karten und Sprachen, Charakteren und Zeichnungen. In manchen davon schreibe ich »denn« noch als »den« und »Charaktere« als »Charaktäre«.

Was braucht man, um ein Buch zu veröffentlichen?

Papier und Ideen?

Geld?

Technisches und ökonomisches Know-how?

Ich habe reichlich von ersterem und ebenso wenig von letzteren beiden.

Ich lese gerne über Verlage und Selfpublishing, über das Schreiben, über all die Tipps, die es da draußen gibt, aber das ist so, als würde man jemandem beim Schreiben zusehen und glauben, dadurch hätte man selbst geschrieben.

Ich schreibe also weiter und sehe mein Werk vor mir und springe von Selbstzweifeln in Selbstbewusstsein und trage dabei meinen inneren Kritiker auf den Schultern, der mir manchmal auf die Schulter klopft und mich öfter als das auslacht, mich fragt, ob das wirklich mein Ernst ist, mir vorschlägt, lieber nochmals von vorne anzufangen.

Ich schreibe also meine Fanfictions und ich stolpere über Wörter, die mir drei Leser in verschiedenen Variationen geschrieben haben.

»Diese Geschichte wäre es wert, sie als Buch im Schrank zu haben.«

Mein innerer Kritiker verstummt. Wir schauen uns ungläubig an.

Was man braucht, um ein Buch zu veröffentlichen?

Keine Ahnung.

Lasst es uns herausfinden.

© Jaelaki

Advertisements

3 Gedanken zu “Vom Bildschirm in die Tasche

  1. Pingback: Jaelaki: Vom Bildschirm in die Tasche | Wie meine Fanfiction zum Buch wird - Animexx.de

  2. Dann lass doch einfach mal was von deinem Roman sehen 🙂
    Was den inneren Kritiker angeht, kann ich dir davon ein Lied singen (oder besser nicht, ich widme diesem Dreckskerl schon genug Gedichte) – deshalb habe ich letztlich überhaupt selbst mit dem Bloggen angefangen.
    Wenn du bereit dazu bist, Kritiken auch von außen anzunehmen, kannst du deine Arbeit ja Schritt für Schritt auch öffentlich machen. Und wenn du die Ratschläge von außen annehmen und umsetzen kannst und die ersten mehr oder weniger festen Leser für deine Story findest, hört vielleicht auch diese elende Nervensäge endlich auf, dir die ganze Zeit deine Werke zu vermiesen.

    Gefällt 1 Person

    • Meinen Roman möchte ich – wenn es soweit ist – Verlagen anbieten, daher veröffentliche ich nichts davon. Will mir da einfach nichts verbauen, sorry. ; )
      Ich veröffentliche Geschichten schon seit Jahren, mit Kritik kann ich auch umgehen, würd eich jetzt mal frech behaupten. ; )
      Ich habe inzwischen auch einen festen »Leserstamm« und freue mich immer, wenn neue dazukommen. ; -D
      Aber ich bin ein sehr (selbst)kritischer Mensch und ich denke mein Innerer Kritiker wird mein ständiger Begleiter bleiben. Das ist okay – solange er mir nicht ins Ohr schreit. ; ))

      ~LG Jaelaki

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s